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Die Nachricht vom Tod eines Menschen zu erhalten, der dir nahe steht, das ist, als würdest du bei voller Fahrt den Kopf aus dem Zugfenster stecken und gegen einen Mast knallen. Dabei wolltest du nur Luft schnappen.

(Danke, 500beine, für diesen Sager.)

28.12.13 21:13


Spruch des Monats

"Ein Hamsterrad von innen sieht aus wie eine Karriereleiter."
Franz Kühmayer, Zukunftsforscher

 

(Das hätte ich vor zwanzig Jahren schon lesen müssen.)

30.11.13 18:18


Gültige Stimme

Als begeisterte Schauerin von Roland Düringers "Gültige Stimme" hat sich das Gschropperl heute über eine Geschichte im Eintrag 142 köstlich amüsiert.

Wer mag: http://gueltigestimme.at/index.php/videotagebuch

 

22.11.13 18:58


Kinderzimmer

Es ist vollbracht. Ich habe das Kinderzimmer aufgeräumt. Ohne Nebengeräusch, sonst hätte ich nicht so gründlich sein können.

Ich habe

- 2 Kartonkronen repariert
- 1 Clown wieder ans Mobile geknüpft
- 1 Bild aufgehängt
- 3 Spielgeldscheine wieder zusammengeklebt
- 1 selbstgebastelten Serviettenhalter repariert

Entsorgt habe ich

- 1 Klebehaken, der nimmer klebte
- 1 Vakuumhaken, der nimmer hielt
- 1/2 Kilo Altpapier
- 20 Deka Restmüll
- 1 Fliege (tot)
- 2 Würmer (lebend)

Dass das Kind, wenn es heimkehrt, begeistert sein wird, ist anzuzweifeln. (Wo ist die Zugsfahrkarte von der Rax? - Ähem. - Du bist gemein!)

22.10.13 11:48


Wiener jüdischer Humor

Hab ich grad im Radio gehört, musste laut loslachen und hoffe, dass es zumindest den WienerInnen unter euch auch so geht.

Sitzt ein Mann im Stephansdom: rustikaler Typ, nackter stark tätowierter Oberkörper, Flinserl.
Kommt Dompfarrer Faber vorbei, es reißt ihn und er spricht den Mann an: "Ja, lieber Mann, das hier ist der Stephansdom - da können Sie doch nicht mit nacktem Oberkörper sitzen?!"
Der Mann bleibt gelassen und deutet auf die Skulpturen im Dom: "Schaun S´amal, die sind ja auch alle nackt!"
"Ja, aber die sind ja auch aus Stein!"
Darauf der Mann: "Na, glaubn S´ i bin aus Mariazell?"

26.8.13 16:24


Fundstück

Einige der Geschichten, die ich als Kind gelesen habe, haben mich derart beeindruckt, dass sie immer noch in meinen Gedanken herumgeistern. So zum Beispiel "Die Reise im Schaukelstuhl" - die ich letztes Jahr endlich wiedergefunden habe, und zwar über das Kinderbuchantiquariat in Wien- Neubau. (Einiges von der Aufregung und Spannung ist mit den Jahren auf der Strecke geblieben, aber insgesamt hat mir die Geschichte immer noch gefallen.)

Eine andere Geschichte von einer resoluten Dame, die gegen die Pläne der Stadtregierung protestiert und ihr eigenes Ding durchzieht, hatte ich dem Titel "Die Omama im Apfelbaum" zugeordnet. Leider hielt der Inhalt des Buchs meinen Erinnerungen nicht stand.

Aber gestern ging ich bei einer Bücherlade vorbei, in der ich gewohnheitsmäßig herumkramte, und da stellte sich mir das Buch "Tante Tintengrün greift ein" in den Weg. Und genau das war meine vermisste Geschichte. Unglaublich, welche hellseherischen Fähigkeiten der Autor in den Siebzigerjahren besaß. Alles eingetroffen: Plastikwelt für Kinder, Flugplatz statt Stadtwald, Kinder korrumpieren wollen. (Leider hat nur die Geschichte im Buch ein Happy End.)

Ein Zusatzbonus war dann noch, dass mir die Illustrationen so bekannt vorkamen. Natürlich schlug ich den Namen nach: Johannes Fessl. Dann ratterte es kurz in menem Gehirn, ich sprang auf und drehte eines meiner Bilder um - Treffer. In meinem Vorzimmer hängt ein Fessl. Passender Titel: "Gö do schaust".

14.2.13 17:52


Arbeitskraft

Mohammed Ashraf geht nicht zur Schule. Von Sonnenaufgang bis der Mond am Himmel steht, schneidet und schnippelt er, stanzt und heftet und näht Fußbälle, die vom pakistanischen Dorf Umar Kot aus in die Stadien der Welt rollen.

Mohammed ist elf Jahre alt. Er macht das, seit er fünf war.

Wenn er lesen könnte, und dann noch Englisch, dann könnte er die Aufschrift verstehen, die er auf jedes seiner Werke klebt: Dieser Ball ist nicht von Kindern genäht worden.

 

(Eduardo Geleano, Zeit die spricht)

19.1.12 21:52


Obstmuckerl

Auf meinem Badezimmerspiegel wohnt ein Obstmuckerl. Also: eine Fruchtfliege.

Bei unserer ersten Begegnung dachte ich mir, na, die habe ich aus der Küche mitgebracht. Sind ja genug da, wenn Obst in der Küche lagert.

Aber am nächsten Tag war sie immer noch da. Sitzt auf dem Spiegel und schaut in die Gegend, und ihr Spiegelbild auch. Seit Wochen. 

Manchmal macht sie einen Ausflug zur Dusche rüber. Wenn geputzt wird, bringt sie sich in Sicherheit. Ansonsten ist sie ortstreu.

Ganz ohne Obst.

31.10.11 17:53


Muttersprache III

Die ganze Bude voller Arbeit (also: nicht nur, wenn eine genau hinschaut, nein, sie MUSS genau hinschauen, um auszuweichen nämlich, sonst fällt sie drüber über die Haufen von Zeugs und derstesst sich), aber das Gschropperl hat in aller Ruhe das Internet-Fernsehen für sich entdeckt.

Gerade eben zum Beispiel: Novotny & Maroudi. Sehr nett. 

Aber gestern, weil gerade noch ein paar Tage lang als Sommerkabarett in der ORF-TV-Thek zu sehen: Männerhort!
Der Autor von dem Stück hat einen extrem schwedischen Namen, aber Vicky Schubert hat das Ding herrlich ins Österreichische gelegt.

Ich hab das Stück zweimal live gesehen. Das zweite Mal im vorigen September, direkt nach der Sommerpause. Nach einer halben Stunde meinte einer der Darsteller zu seinen Kollegen: "Also ich geh mir jetzt bei der Kassa eine Karte kaufen, weil das Stück kenn ich nicht!"

Die Herren hatten ihren Text vergessen und improvisierten munter vor sich hin, was diejenigen, die ihren Text noch konnten, ein bisserl aus der Fassung brachte, zwischendurch. Noch dazu spielten die Requisiten nicht mit, was Bühne und Darsteller versaute.

Fürs Publikum wars ein Zusatznutzen, wir haben Tränen gelacht. Eine einmalige Gelegenheit, sozusagen. Lohnt sich aber auch bei der Normalversion reinzuschauen, unter orf.at.

3.9.11 22:03


Muttersprache II

Julie Powell hat sich, aus welchen Gründen auch immer, vorgenommen, in einem Jahr alle Rezepte aus Julia Childs Buch "Mastering the Art of French Cooking" nachzukochen. Ihr New Yorker Slang macht es mir ziemlich unmöglich, alles zu verstehen.

Aber bei einem Satz hab ich mich richtig heimisch gefühlt:" ... then schmear this batter onto the liver ..."


 

(Julia Powell: Julie & Julia)

17.8.11 15:17


Muttersprache

"Mama, was kreut da?" - "Das heißt kriecht!" - "Mama, wo kreut das Kriecht hin?"
6.6.11 21:59


Fleisch ist aus

Noch weit bis in die siebziger Jahre hinein waren Vegetarier Randfiguren. Von der omnivoren Mehrheit wurden sie irgendwo zwischen dem Infantilismus der Hippies und dem Wahn religiöser Eiferer angesiedelt.

Als Latzhosenträger waren sie meist bemitleidenswert schlecht angezogen, und in einer Art kulinarischem Koma gefangen aßen sie braune Nudeln mit grauen Saucen oder graue Kornlaibchen mit braunen Saucen.

Über Generationen hinweg galt die Regel, dass die, die sich besonders gesund ernährten, besonders ungesund aussahen.

 

(aus: Rützler, Reiter: Food Change.)

9.5.11 08:08


Früher war es so: immer wenn ich gerade besonders viel um die Ohren hatte, wurde ich krank.

Jetzt lösen wir das familiendynamisch: ich habe viel um die Ohren, und die Süße kriegt die Feuchtblattern. Also Windpocken.

15.4.11 16:20


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